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Fotobox mit dem iPad: was die App kann, welche Kamera passt und wann Windows besser ist

Ein iPad ist der einfachste Einstieg in die eigene Fotobox. Kamera, Bildschirm und Touch stecken in einem Gerät, die App kommt aus dem App Store, und mit einem Ständer und gutem Licht wird daraus eine Box, die in einen Kofferraum passt.

Dieser Artikel zeigt, was eine iPad-Fotobox mit BoothDock Studio heute kann, welche Kamera sich wofür eignet, wie gedruckt wird und an welchen Stellen ein Windows-PC die bessere Wahl bleibt. Er beschreibt Version 1.4.0.

Was Sie brauchen

  • Ein iPad mit iPadOS 17 oder neuer. Die App läuft seit Version 1.4.0 auch auf dem iPhone, und für den Mac gibt es eine eigene Mac-App im selben App-Store-Eintrag.
  • Einen Ständer oder ein Gehäuse, das Bildschirm und Kamera auf Augenhöhe der Gäste bringt.
  • Licht. Ein Dauerlicht vor den Gästen macht bei jeder Kamera mehr aus als die Auflösung.
  • Strom. Für einen ganzen Abend gehört das iPad ans Netzteil. BoothDock hält den Bildschirm selbst wach, solange die App offen ist.
  • Ein Konto im BoothDock Hub. Dort koppeln Sie das iPad mit einem Kopplungscode, legen Events an und gestalten Layouts. Die Box lädt alles für ihr Event herunter.

Drucker, Systemkamera und Netz für die Online-Galerie sind optional. Die Box arbeitet bis zu 30 Tage ohne Internet und lädt die Aufnahmen nach, sobald wieder Verbindung besteht.

Welche Kamera: eingebaut, Webcam oder Systemkamera

BoothDock nimmt, was am iPad zur Verfügung steht:

  • Die eingebaute Kamera. Vorne oder hinten, dazu jedes weitere Objektiv, das Ihr iPad hat, etwa ein Ultraweitwinkel. Für die klassische Fotobox ist die Frontkamera richtig, weil der Gast sich dann selbst auf dem Bildschirm sieht.
  • Eine USB-Webcam am USB-C-Anschluss, wenn die Kamera des iPads an der falschen Stelle sitzt oder Sie einen anderen Bildausschnitt brauchen.
  • Canon und Sony am Kabel. Mit Livebild auf dem Bildschirm, Auslösen aus der App sowie Blende, Zeit, ISO und Weißabgleich direkt in BoothDock. Auch Filme kommen über das Kabel. Ausgenommen sind nur Sony-Gehäuse, die ihre Filme nachweislich nicht über das Kabel herausgeben, etwa die A7 III und die ZV-E10.

Ein Tipp zur eingebauten Kamera: Manche iPads fassen mehrere Objektive zu einer Kamera zusammen, die je nach Abstand selbst umschaltet. Dabei kann der Bildausschnitt kurz springen. Für einen ruhigen Ausschnitt wählen Sie im Admin ein festes Objektiv.

Für Fotos reicht ein aktuelles iPad, solange das Licht stimmt. Eine Systemkamera lohnt sich in dunklen Sälen, für große Drucke und für einen unscharfen Hintergrund. Mehr dazu im Artikel Webcam oder Systemkamera. Welche Gehäuse BoothDock kennt, steht unter Kameras.

Was Gäste damit machen

  • Foto, GIF, Boomerang und Video. GIF und Boomerang baut das iPad selbst, ohne Umweg über das Internet.
  • Freistellen ohne Tuch. Das iPad trennt Personen mit Apples eigener Bilderkennung vom Hintergrund, direkt auf dem Gerät. Dafür lädt es kein Modell herunter, und für die Freistellung verlässt kein Foto das iPad. Ein klassischer Greenscreen mit Tuch geht ebenfalls.
  • Layouts aus dem Hub. Rahmen und Drucklayouts gestalten Sie einmal im Hub. Sie gelten für das iPad genauso wie für eine Windows-Box.

360° mit Zeitlupe, neu in Version 1.4.0

Seit 1.4.0 beherrscht auch das iPad 360°. Es filmt, baut den Zeitlupenfilm mit Musik, Rahmen und Farb-Look selbst und gibt ihn per QR-Code an den Gast. Abläufe und Voreinstellungen sind dieselben wie unter Windows. Wie man sie wählt, erklärt der Artikel 360°-Fotobox mit echter Zeitlupe. Am iPad kommen vier Besonderheiten dazu:

  • Die eingebaute Kamera filmt schnell. Für die Dauer des Films stellt BoothDock sie auf eine hohe Bildrate und danach zurück. Im Admin stehen nur die Bildraten, die das gewählte Objektiv wirklich schafft. Zusammengefasste Kameras mit mehreren Objektiven schaffen oft nur 30 oder 60 Bilder pro Sekunde, für echte Zeitlupe ist deshalb ein festes Objektiv die bessere Wahl.
  • Start durch Bewegung. Sitzt das iPad selbst am Dreharm der Plattform, startet der Film, sobald sich der Arm dreht. Wie empfindlich das geschieht, stellen Sie im Admin ein. Fußschalter oder Handy brauchen Sie dann nicht. Am Mac fehlt dafür der Lagesensor.
  • Canon und Sony am Kabel. Wer lieber mit der Systemkamera filmt: BoothDock liest bei jedem Clip die echte Bildrate aus. Kennt es die Filmformate des Gehäuses, stellt es die Kamera für 360° selbst auf 100 Bilder pro Sekunde und danach zurück, sonst stellen Sie die Bildrate an der Kamera ein.
  • Bewegte Overlays als MOV. Ein animiertes Logo braucht am iPad eine MOV-Datei mit Transparenz, also ProRes 4444 oder HEVC mit Alpha. WebM-Dateien, die unter Windows funktionieren, kann das iPad nicht abspielen. BoothDock sagt das schon beim Hochladen.

Drucken

Das iPad druckt über AirPrint, ohne Druckdialog. Sie wählen den Drucker einmal im Admin, danach druckt die Box still. Das funktioniert mit jedem AirPrint-Fotodrucker, zum Beispiel von Canon, Epson oder HP.

DNP-Drucker, die in Fotoboxen am häufigsten stehen, kennen kein AirPrint. Das iPad erreicht sie über den DNP-Netzadapter WCM oder WCM Plus. Dort erscheint jedes Papierformat als eigener Drucker, und Sie wählen im Admin den passenden. Einen DNP direkt per USB, ohne Adapter, anzuschließen, ist für das iPad in Vorbereitung.

Welche Drucker welche Formate können, steht im Artikel Fotobox-Druckformate, der Druckweg je Gerät unter Drucken.

Teilen: QR-Code, E-Mail und AirDrop

Nach der Aufnahme nimmt der Gast sein Bild per QR-Code mit, lässt es sich per E-Mail schicken oder holt es per AirDrop direkt auf sein iPhone. Zusätzlich landet jede Aufnahme in der Online-Galerie des Events. Fehlt das Netz, sammelt das iPad die Aufnahmen und lädt sie später hoch. Wie das ohne Internet abläuft, erklärt der Artikel Fotobox ohne Internet.

Kiosk-Betrieb: Gäste bleiben in der App

Unter Windows sperrt BoothDock den Rechner selbst. Am iPad übernimmt das Apple mit dem Geführten Zugriff. Er hält das iPad in einer App fest, bis jemand den Code eingibt:

  1. Unter Einstellungen › Bedienungshilfen › Geführter Zugriff den Schalter einschalten und einen Code festlegen.
  2. BoothDock öffnen und die obere Taste dreimal schnell drücken, bei iPads mit Home-Taste diese.
  3. „Starten“ tippen. Beenden lässt sich der Geführte Zugriff nur mit dem Code.

Von unterwegs behalten Sie die Box im Hub im Blick. Dort sehen Sie, ob sie online ist, und über die Fernwartung, was das iPad gerade zeigt. Sie können es auch aus der Ferne bedienen.

Steuern per Handy, Stream Deck oder Skript, neu in Version 1.4.0

Seit 1.4.0 hat auch das iPad die lokale Schnittstelle (API), dieselbe wie unter Windows. Andere Geräte im selben WLAN starten damit eine Sitzung, brechen sie ab, drucken das letzte Bild nach oder sperren die Box kurz. Typischer Fall: Die Begleitperson an der 360°-Plattform startet den Film vom Handy aus.

Die Schnittstelle ist ab Werk aus und mit einem Passwort geschützt. Sie antwortet, solange BoothDock im Vordergrund läuft, und im Kiosk-Betrieb ist das ohnehin der Fall. Alle Befehle stehen im Wiki.

iPad oder Windows?

Beide laufen mit demselben Hub-Konto, denselben Events und denselben Layouts. Unterschiede gibt es bei Kameras, Druck und Automatisierung:

Was iPad Windows-PC
Kameras am KabelCanon und SonyNikon, Canon und Sony, 154 Gehäuse
Film über das KabelCanon und Sonyja
Freistellen ohne Tuchja, auf dem Gerätja
360° mit Zeitlupeja, auch mit Start durch Bewegungja
Lokale API (Handy, Stream Deck, Skripte)jaja
Webhooks (andere Programme bei jedem Schritt benachrichtigen) und Echtzeit-Export in einen Ordnerneinja
DruckenAirPrint ohne Dialog; DNP über den WCM-Adapterjeder Windows-Drucker mit Druckprofilen; 2-Zoll-Schnitt, wo der Drucker ihn kann
Kiosk-SperreGeführter Zugriff von Appleeigene Sperre

Das iPad ist die richtige Wahl, wenn Sie schnell und mit wenig Technik aufbauen wollen, vor allem mit der eingebauten Kamera und einem AirPrint- oder DNP-Drucker. Zu Windows greifen Sie, wenn Sie mit einer Nikon fotografieren, viele verschiedene Drucker bedienen, jede Aufnahme sofort in einen Ordner exportieren oder andere Programme bei jeder Sitzung benachrichtigen wollen.

Checkliste für den ersten Einsatz

  • Läuft auf dem iPad iPadOS 17 oder neuer und BoothDock in Version 1.4.0?
  • Ist das iPad im Hub gekoppelt und dem Event zugewiesen, und sind die Layouts angekommen?
  • Haben Sie ein Testfoto mit genau der Kamera gemacht, die am Abend läuft, und bei der eingebauten Kamera ein festes Objektiv gewählt?
  • Ist der Drucker einmal im Admin gewählt, und ist ein Testdruck gelaufen?
  • Ist der Geführte Zugriff eingerichtet und der Code notiert?
  • Hängt das iPad am Netzteil?
  • Für 360°: Zeigt der Admin mindestens 100 Bilder pro Sekunde, wenn Sie 0,25× nutzen wollen?
  • Gibt es WLAN oder Mobilfunk für die Galerie, oder wissen Ihre Kunden, dass die Bilder nach dem Event nachkommen?

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